WISSENSECKE

Schwierigkeitsgrade beim Klettersteigen

Die Klettergärten im Ötztal wurden anhand der von Kurt Schall entwickelten fünfteiligen Buchstabenskala von A (leicht) bis E (schwierig) bewertet.

A - leicht:

Einfach, gesicherte Wege. Angelehnte (längere) oder senkrechte (kurze) Leitern, Geländer und Eisenklammern. Einzelne Stellen können bereits ausgesetzt sein, sind aber einfach zu begehen. Allgemein für trittsichere und schwindelfreie Bergsteiger ohne Klettersteigset und Sicherung möglich. Für Anfänger gut geeignet.

B - mäßig schwer:

Bereits steileres Felsengelände mit teilweise kleintrittigen, ausgesetzten Passagen. Senkrechte, längere Leitern, Eisenklammern und Tritte. Kann schon anstrengend und kraftraubend sein. Auch routinierte Bergsteiger verwenden eine Sicherung.

C - schwierig:

Steiles bis sehr steiles Felsengelände, größtenteils kleintrittige Passagen die fast immer ausgesetzt sind. Schon leicht überhängende Leitern möglich. Eisenklammern und Tritte können auch etwas weiter auseinander liegen. Teilweise sehr kraftraubend.

D - sehr schwierig:

Senkrechtes, oft auch überhängendes Gelände. Klammern und Stifte liegen oft sehr weit auseinander. Meist sehr ausgesetzt und oft nur mit Stahlseil gesichert. Große Armkraft, gute Steigtechnik und ein guter Trainingszustand sind Voraussetzung. Manchmal in Kombination mit leichter Kletterei ohne Versicherung.

E - extrem schwierig:

Meist überhängendes Felsgelände. Extreme Anforderungen an Kraft, Steigtechnik, Geschicklichkeit, Mut und Moral. Nur für erfahrene Klettersteig-Profis. Optimaler Trainingszustand erforderlich. Rastschlingen zu empfehlen! Alle Anforderungen wie bei D in nochmals überhöhtem Ausmaß.

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